In Tübingen vereinbaren der bekannte Oberbürgermeister Boris Palmer und der AfD-Landesvorsitzende Markus Frohnmaier eine öffentliche Podiumsdiskussion. Prompt ist in Tübingen und weit darüber hinaus die Hölle los.
Es werden Demos angekündigt, weil man Extremisten keine Bühne bieten dürfe. Es gab eine Beschwerde beim Regierungspräsidium und zwei Klagen vorm Verwaltungsgericht mit dem Ziel, dieses Treffen zu verbieten. Alles wurde abgewiesen. Palmer sagt dazu: „Das wäre ja noch schöner, wenn in einer Demokratie wie unserer gerichtlich eine Diskussion verboten würde!“
Hintergrund der Aktion: Mitte Juli hat die AfD eine Demo in Tübingen angemeldet. Der Einzelhandel befürchtete Krawalle, deshalb schlug Palmer einen Deal vor: Keine Demo, dafür eine öffentliche Podiumsdiskussion.
Palmer: Die AfD ist „inhaltlich schwach“, man muss sie „entlarven“
Es nützt nichts, die AfD-Wähler und -Sympathisanten den ganzen Tag als Nazi zu beschimpfen, weil die wenigsten das sind. Wer Millionen von AfD-Wählern ausgrenzt, „gibt die Demokratie auf“.