Große Teile des modernen Feminismus erkennen Probleme nur dort an, wo sie der eigenen Agenda dienen und die Täter in ihr Weltbild passen: beim Patriarchat, das Frauen angeblich unterdrückt, und beim weißen Mann, als das personifizierte Böse.
Wenn sich Frauen aus dem linken Spektrum solidarisieren würden mit ihren liberalen und konservativen Schwestern dann könnten sie viel erreichen, wenn es um Sicherheit im öffentlichen Raum geht. Dass es ausgerechnet Frauen sind, die hier Probleme herunterspielen, gehört zu den Paradoxien, die ich nicht verstehe. „Man muss nicht die Töchter fragen, um zu erfahren, was im Stadtbild nicht stimmt – Frau zu sein reicht“, schreibt die Journalistin Sophia Kissling auf X.
Moderne Feministinnen fordern unermüdlich, man müsse Frauen ernst nehmen, wenn sie sich nicht sicher fühlen. Aber sie meinen nur ihre eigenen Empfindungen, nicht die der andersdenkenden Frauen. Über Catcalling empört man sich und fordert neue Gesetze. Feministisches Schweigen hingegen zu den jährlich über 100 Gruppenvergewaltigungen in Berlin.
Die modernen Feministinnen sollten einmal in die Kriminalstatistik schauen, dann würden sie erkennen, dass bestimmte Zuwanderungsgruppen gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil bei Vergewaltigungen ebenso überrepräsentiert sind wie bei Ausübung häuslicher Gewalt (Frauenhausstatistik 2023). Es geht hier nicht pauschal um Ausländer sondern ausdrücklich um Menschen, die schwere Straftaten begehen.
Die modernen Feministinnen spielen mit ihrem Verhalten die realen Ängste von Frauen nicht nur herunter sondern sie ignorieren sie und führen damit ihre eigene Logik von Frauensolidarität ad absurdum.