Sind wir auf dem Weg von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) im 3. Reich über die Staatssicherheit (Stasi) in der ehemaligen DDR zur Demokratiesicherheit (Demsi) im wiedervereinigten Deutschland?
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) ist eine deutsche Besonderheit, die es so in keinem anderen europäischen Land gibt. Das BfV ist eigentlich zuständig für Terror- und Spionageabwehr – zugegeben mit mäßigem Erfolg in der Vergangenheit. In Wirklichkeit kümmert sich das BfV als „politisierter Dienst des Innenministeriums“ darum, die AfD als rechtsextrem zu stigmatisieren und die Rollator-Gang um Heinrich Prinz Reuß, die mit Schwertern und Bajonetten bewaffnet, einen Putsch in Deutschland geplant haben soll, hinter Schloss und Riegel zu bringen. Die Mitglieder der Gang (74!) sitzen seit nahezu 4 Jahren in U-Haft. Ein Angeklagter soll inzwischen aus Altersgründen bereits verstorben sein.
Aus dem Verfassungsschutz (BfV) wird ein Staatsschutz a la DDR
Mit seinem neuen Gesetzesentwurf will nun Innenminister Dobrindt (CSU) einen „Inlandsgeheimdienst“ schaffen, der auf biometrische Daten der Polizei zugreifen, Smartphones abhören, private Rechner heimlich durchsuchen und manipulieren kann. Ferner soll der neue Geheimdienst Face News verbreiten und damit extremistische Zirkel befeuern können. Angeblich geht es darum, unsere Demokratie zu sichern und vor Hass und Hetze zu schützen.
Vom Verfassungsschutz zum Staatsschutz
In Wirklichkeit wird aus dem bisherigen Verfassungsschutz ein neuer Staatsschutz gemacht. Mit dem Umbau des Verfassungsschutzes will man offenbar die eigene Macht zementieren und einen friedlichen Machtwechsel verhindern. Ganz offensichtlich will man damit die AfD von der Macht fern halten. Darauf deutet auch der Verfassungsschutzbericht hin, in dem CSU Innenminister Dobrindt vor allem vor rechtsextremer Gewalt warnt.
Auf dem Weg zu einer gelenkten autoritären Demokratie . . .
in der die Regierenden dem Bürger vorschreiben, wen und wie sie zu wählen haben. Das ist dann aber keine freiheitliche Demokratie mehr sondern eine „gelenkte autoritäre Demokratie“ wie in der ehemaligen DDR.
Die etablierten Parteien glauben anscheinend, dass sie ewig an der Macht bleiben. Die Regierung – verunsichert durch die Erfolge der AfD – baut ein Abwehrsystem gegen die politische Opposition auf, ohne zu merken, dass die neuen Regeln eines Tages gegen sie selbst angewendet werden können.
Die neue Institution, die uns überwachen soll, könnte man in Anlehnung an die Staatssicherheit (Stasi) vergangener Tage als Demokratiesicherheit (Demsi) bezeichnen.
Ich habe volles Verständnis dafür, wenn Mitbürger aus den neuen Bundesländern in diesem Zusammenhang von DDR 2.0 sprechen, denn sie wissen aus leidvoller Erfahrung, dass nicht überall, wo Demokratie draufsteht, auch Demokratie drin ist.
Sprachlos macht mich allerdings die Gleichgültigkeit, mit der wir West-Deutschen es hinnehmen, dass ehedem als unverrückbar geltende demokratische Grundsätze abgeräumt und Grundrechte eingeschränkt werden.
Ich denke hier vor allem an die Nichtzulassung von AfD-Kandidaten zu Oberbürgermeister- und zur Landratswahlen.
Eigentlich haben Wahlausschüsse nur die Staatsangehörigkeit und den Wohnsitz des Kandidaten zu überprüfen und nicht seine Verfassungstreue. Jetzt reicht plötzlich ein unpräzises Dossier des Verfassungsschutzes aus, AfD-Kandidaten vom passiven Wahlrecht auszuschließen, ohne dass diese die Möglichkeit haben, wirksam ein Rechtsmittel einzulegen, über das rechtzeitig vor dem Wahltermin entschieden wird.