Bischof Heiner Wilmer, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, politisiert offen gegen die AfD, weil er ihr Gedankengut für nationalistisch hält. Für sie sei kein Platz im Christentum, im Judentum und im Islam, weil sie gegen die Menschenwürde, die Freiheit und die Demokratie agiere.
Rom kritisiert die deutschen Bischöfe
Kardinal Ludwig Müller, ehemaliger Präfekt der Glaubenskongregation, wirft den deutschen Bischöfen vor, „ihre geistliche Autorität“ für politische Zwecke zu mißbrauchen. Bischöfe dürfen moralische Prinzipien benennen, Menschenwürde verteidigen und unmenschliche Behandlungen von Ausländern verurteilen. Sie dürfen aber ihre „geistliche Vollmacht“ nicht für oder gegen eine politische Partei im Wahlkampf mißbrauchen. Wer regiert, das sollen die Wähler entscheiden und für den Schutz der Demokratie sind die Verfassungsorgane zuständig. Bischöfe haben nicht das Recht, AfD-Wähler pauschal aus der Kirche zu vertreiben. Ihre Aufgabe ist vielmehr, sich um das Seelenheil ihrer Mitglieder zu kümmern und die Menschen zu Christus zu führen, statt sich in Landtagswahlen einzumischen.
Die reichlich mit Kirchensteuern finanzierte Funktionärskirche in Deutschland entfernt sich immer weiter von Rom
Der „Synodale Weg“ erklärte 2022 entgegen der Lehre der Kirche, dass gleichgeschlechtliche Sexualität keine Sünde sei. Er fordert entgegen der Lehrentscheidung von Papst Johannes Paul II die Priesterweihe für Frauen. Der Hl. Stuhl stellte ausdrücklich fest, dass es dem „Synodalen Weg“ nicht erlaubt sei in Deutschland neue Leitungsstrukturen einzuführen, neue Moralvorstellungen zu verkünden oder ein nationales Gremium über die Bischofskonferenz zu stellen. Der „Synodale Weg“ ignoriert Rom!
Zeitgeist rein – Gläubige raus
Seit 2011 sind in Deutschland über 19 Mill. Katholiken aus der Kirche ausgetreten. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Die galoppierende und radikal einseitige Politisierung der katholischen Kirche trägt wesentlich zur Beschleunigung dieses Niedergangs bei.
Die Kirche hat ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal
Die Kirche hat etwas, was keine Partei anbieten kann: Sakramente, Vergebung, Transzendenz und die Hoffnung auf ein ewiges Leben. Ausgerechnet diesen Schatz vergräbt sie unter Positionspapieren zu Klima, Migration und Demokratieförderung. Einen Bischof als geistlichen Begleitservice zum Zeitgeist braucht niemand. Sie segnen modische Trends und wundern sich dass die Menschen sonntags nicht mehr in die Kirche gehen.