Kulturstaatsminister W. Weimer hat vorgeschlagen, das ZDF zu privatisieren. Ich finde das eine großartige Idee. Deutschland ist das einzige Land weltweit, das sich zwei öffentlich-rechtliche Sender leistet, die beide identische linksliberale Positionen vertreten.

Bis 19887 gab es auch in Frankreich zwei öffentlich-rechtliche TV-Kanäle. Premierminister Jacques Chirac hat diesen Unsinn abgeschafft und den Sender TF1 privatisiert. Das Modell sah vor, dass kein Aktionär mehr als 25% halten darf, 10% der Aktien gingen an die Mitarbeiter, 1/3 des Unternehmens wurden als Volksaktie ausgegeben d.h. jeder Franzose konnte welche erwerben. Die Nachfrage war groß, Zeitungsverlage, Banken und Versicherungen stiegen ein und das Ganze wurde zu einer Erfolgsgeschichte.

TF1 steht heute politisch in der Mitte und bemüht sich um Ausgewogenheit. Mit 19% Marktanteil ist er die Nummer 1 beim Publikum. Die öffentliche Anstalt France 2 kommt auf 14%.

Warum greifen wir den Vorschlag nicht auf und machen es so wie die Franzosen. Ein Drittel Volksaktie, 10% geht an die Belegschaft und der Rest an medienaffine Unternehmen.

Der private Sender TF1 macht heute einen Umsatz von 2,3 Mrd Euro und einen operativen Gewinn von 230 Millionen. Das ZDF macht einen Umsatz von 2,5 Mrd Euro und macht, rechnet man die Rundfunkgebühren weg, einen Verlust von 2,2 Mrd. Euro.

Noch Fragen zur Privatisierung des ZDF?